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Besonderheiten auf Tonga

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Andere Länder andere Sitten…

Ich bin inzwischen seit zwei Wochen im polynesischen Königreich Tonga, in der Südsee, fernab vom Festland.

Der Inselstaat liegt ziemlich genau am anderen Ende der Welt, von Deutschland aus betrachtet.

Bevor ich hier ankam, wusste ich nicht wirklich, was mich erwarten würde.

Vor Ort bin ich überrascht, dass es zumindest in den größeren Orten, die ich besucht habe, zivilisierter ist, als ich gedacht habe: es gibt einige Restaurants, viele Autos und Läden. Letztere sind allerdings ein bisschen anders als bei uns, einfacher und ziemlich durcheinander. Und die Autos sind deutlich älter.

Außerdem gibt es auch ein paar Dinge, die komplett anders sind als in Deutschland. Hier ein paar Fakten:

Hausschweine:

Auf Tonga laufen überall Hausschweine auf den Straßen herum. Das ist ganz normal.

Straßenhunde:

Es gibt viele Straßenhunde, die in einem erbärmlichen Zustand sind. Mir blutet jedes Mal das Herz, wenn ich einen sehe. Auch wenn die Begegnungen manchmal nicht gerade angenehm sind, z.B. wenn ich jogge oder mit dem Fahrrad unterwegs bin. Fahrräder kennen die Hunde hier nicht. Wir sind mit den Rändern eher die Ausnahme. Kein Wunder, dass die Tiere aggressiv sind, sie fühlen sich wohl bedroht und wollen ihr Revier verteidigen.

Besonders heftig: Hunde werden hier auch gegessen. Das ist echt mal gar nichts für mich!!

Friseur:

Ich war bei einem echten tongaischen Friseur. Das war wirklich ein besonderes Erlebnis. Normalerweise kommen keine „Palangi“, also weiße Gäste, zum einheimischen Inselfriseur und Frauen schon mal gar nicht. Dafür läuft unterhaltsame Musik und beim Schneiden wird ordentlich mitgesungen. Da macht die ganze Aktion einfach Spaß, egal wie die Frisur aussieht.

Tänze:

Tänze sind eine wichtige Tradition der Tongaer, um alte Legenden zu erzählen oder besondere Menschen zu ehren. Der „Lakalaka“ ist ein Gruppentanz, der manchmal von mehreren hundert Tänzern aufgeführt wird. Er wurde vor zwanzig Jahren sogar von der UNESCO als Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbe der Menschheit anerkannt.

Dick sein ist schön:

Dick sein ist auf Tonga schön und angesehen. Es ist ein Ausdruck von Wohlstand. Überdurchschnittlich viele Menschen sind hier übergewichtig. Der ehemalige König Taufa’ahau Tupou IV, der vor einigen Jahren verstorben ist, war einst der dickste König der Welt und ging mit 210 Kilogramm als dickster Monarch sogar ins Guinnessbuch der Rekorde ein.

Das sind ganz schön viele neue Eindrücke, die mich immer wieder veranlassen, mir meine Gewohnheiten und verinnerlichten Strukturen von zuhause bewusst zu machen und infrage zu stellen.

Das finde ich grundsätzlich hilfreich im Leben, denn alte Ansichten und Gewohnheiten können manchmal hinderlich sein. Kennst du das auch?

Alles Liebe,

deine Julia

Selbst.bewusst.sein – Lebe deine Träume!✨

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